Ulms nächstes Weltwunder - Yasi Hofer (15) ist ein Riesentalent an der Gitarre
Sie greift in die Saiten und legt los. Sie gibt alles. Die Gitarre jubelt, klagt, tiriliert, tost. Kein Riff ist Yasi zu schwindelerregend. Ihr Sound ist von der Art, die nur gestandene Mannsbilder hervorbringen, jene Mischung aus Tänzer und schwitzendem Schwerstarbeiter, die man mit dem Begriff „Rock” verbindet: Jimi Hendrix, Eddie van Halen, David Gilmour. Und natürlich der große Steve Vai, den Frank Zappa einst seinen „Stuntplayer” nannte. 2007 gab Vai sich die Ehre beim Ulmer Zelt. Dort hatte Yasi ihren ersten großen Auftritt an der Seite ihres Idols, das ihr in Sachen Musikalität, Fingerakrobatik und Klanggewalt kaum mehr was voraus hatte. „Wenn du besser bist als ich, bringe ich dich um” hatte der Musiker vor dem Auftritt gescherzt.
Doch er ließ sie zum Glück am Leben- und nannte die „ a real sparkel” ein echtes Funkeln. Denn Yasi, mit bürgerlichem Namen Yasmin Hofer, spielt erst seit dreieinhalb Jahren Gitarre. Mit ihrer Band Vyrus trat sie als Vorgruppe von Chris Thompson im Ulmer Zelt 2008 auf. „ Yasi sounds like Vai” heißt ihre erste CD, eine Verbeugung vor Vai’s Sound. Die Band wurde gecastet, doch nicht wie bei DSDS: Yasi’s Vater suchte mit Unterstützung von Musikschullehrern nach talentierten Musikern, die bereit waren, sich auch das Wagnis von Yasis Stil einzulassen. Mit Schülerband hat das Ergebnis nichts mehr zu tun. „Yasi sounds like Vai” erschienen bei Heckmannsounds Neu-Ulm, enthält neben einer Coverversion von Steve Vai’s „Answes” vier instrumentale Eigenkompositionen.
Bei all ihrem Talent bleibt Yasi auf dem Teppich, „Ich möchte von meiner Musik eines Tages leben können.” Derzeit besucht sie das SGU Ulm- Lieblingsfächer: Musik und Englisch.
Traumziel ist nach der Schule ein Musikstudium in den USA, am liebsten auf der Berklee School of Music in Boston oder beim GIT (Guitar Institute of Technology)am Musicians Institute of Los Angeles.
Und wenn sie eines Tages im Madison Square Garden auftritt, wird man sie in einem Atemzug mit Ulms Welt-Wunderkindern nennen: Albert Einstein, Hildegard Knef, Otl Aicher.
Interview:
Yasi, wo hast du spielen gelernt?
An der Musikschule in Dornstadt. Zuerst probierte ich Geige, aber ohne Spaß. Mein erster Gitarrenlehrer hat mich für Steve Vai begeistert. Später lernte ich bei Tim Gebel, der an der Newmusicacademy in Offenbach unterrichtet und von dem die DVD „Pimp Your Tech” stammt. Ich habe mir zuletzt viel selbst beigebracht. Mein erstes Video im Internet war übrigens das Vai- Stück „For the Love of God”.
Sind Videos und Internet eine gute Möglichkeit sich als Newcomer bekannt zu machen?
Ja, ich habe sie von Anfang an genutzt. Von Castingshows halte ich wenig, aber bei einem Talentwettbewerb würde ich gerne mitmachen.
Liegt das musikalische Talent bei dir in der Familie?
Mein Großvater spielte Trompete und Flügelhorn, meine Schwester spielt Querflöte und Saxofon. Wir sind mit Musik aufgewachsen. Jazz und Blues höre ich privat am liebsten.
Was ist deine größte Leidenschaft?
Musik, Gitarre sonst nix!
(Quelle: Spazz - das Magazin für Ulm und Neu-Ulm, September 2008)








Hi Yasmin, habe Dich gestern im Zelt gesehen. War total begeistert. Super Sound, besonders Tender Storms. Klasse !! Weiter so.
Grüße